Ziel der Maßnahme ist es, dem Gewässer ein naturnahes Bachbett zu geben und den Schulwiesengraben ökologisch aufzuwerten. Gleichzeitig entsteht mehr Lebensraum für Flora und Fauna. Zudem verbessert die Maßnahme den Hochwasserschutz: Künftig kann der Graben mehr Wasser zurückhalten und so Überschwemmungen bei Starkregen entgegenwirken. Der neue, rund 425 Meter lange Grabenverlauf wird innerhalb von etwa drei Monaten hergestellt. Im ersten, jetzt begonnenen Bauabschnitt zwischen den Straßen Schulwiesengraben und Gartenstraße wird der Graben von der Wohnbebauung weg verlegt und mäandrierend angelegt. Entlang des bisherigen Verlaufs entsteht ein etwa drei Meter breiter Fußweg. Im zweiten Bauabschnitt zwischen der Gartenstraße und der Kreuzung In der Union/Staufer Straße wird ein weiterer Fußweg auf der gegenüberliegenden Seite des neuen Grabens angelegt. Der bisherige Verlauf wird verfüllt und gesichert, sodass künftig keine Beeinträchtigungen für angrenzende Grundstücke zu erwarten sind. Ergänzend werden Retentionsmulden geschaffen, die bei Regenereignissen Wasser aufnehmen. Bestehende Bäume bleiben erhalten und tragen durch Beschattung zur Verbesserung der Gewässerqualität bei. Die regelmäßige Pflege des Grabens wird fortgeführt. „Wir sind froh, dass die Renaturierung jetzt umgesetzt werden kann. Sie stellt nach den Maßnahmen in Ebertsheim, Obrigheim und Dirmstein einen weiteren wichtigen Baustein zu Verbesserung der Qualität unserer Gewässer in der Verbandsgemeinde dar. Nicht zu unterschätzen ist der Effekt für den Hochwasserschutz, der angesichts immer häufigerer Starkregen- und Überschwemmungsereignisse zunehmend an Bedeutung für unsere Region gewinnt“, sagte Bürgermeister Daniel Krauß beim Spatenstich.

Plan zeigt späteres Aussehen des Gewässers
In dieser Darstellung ist zu erkennen, wie sich der Schulwiesengraben verändern wird. Das bislang gerade an den Grundstücksgrenzen verlaufende Gewässer so künftig mäandrieren und Raum für den Rückstau von Wasser bei Überschwemmungen und Starkregenereignissen schaffen.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 754.000 Euro. Das Land Rheinland-Pfalz fördert das Projekt mit 534.600 Euro aus dem Programm „Zuwendungen für wasserwirtschaftliche Maßnahmen“. Bereits beim Spatenstich konnten Anlieger Fragen an René Broschart vom Planungsbüro WSW aus Kaiserlautern und an Fachbereichsleiter Dennis Zimmermann von der Bauverwaltung der Verbandsgemeinde Leiningerland stellen. Die jetzt beginnende Maßnahme wurde von den Anliegern positiv bewertet. Rückfragen stellen und eventuelle Probleme, die während der Bauphase entstehen könnten, dürfen die Anlieger künftig immer am Mittwoch (Beginn 10 Uhr) bei der Baustellenbesprechung direkt mit den Vertretern des ausführenden Bauunternehmens Zehe, des Planungsbüros WSW und den Vertretern der Verbandsgemeinde Leiningerland ansprechen.
