Mit dem Rad durchs Leiningerland – erfolgreiche VG-Radtour 2026
Die Radtour startete pünktlich um 11.00 Uhr bei bestem Radfahrwetter auf dem Parkplatz am Dorfgemeinschaftshaus in Großkarlbach. Nach der Begrüßung durch den 1. Beigeordneten der Verbandsgemeinde Leiningerland, Kay Kronemayer, sowie einigen organisatorischen Hinweisen von Frau Schnober von der Tourismus- und Wirtschaftsförderung machten sich die Teilnehmer auf den Weg zur ersten Station – der Alten Dorfmühle in Großkarlbach.
Dort wurden die Radler von Herrn Hansemann vom Förderverein Mühlenmuseum Leiningerland e.V. in Großkarlbach empfangen. In einem informativen und unterhaltsamen Vortrag vermittelte er spannende Einblicke in die Geschichte der Mühlen am Eckbach sowie in die Historie der „Alten Dorfmühle“. Anschaulich erklärte er den Weg des Korns durch die Mühle und die Funktionsweise der historischen Mühlentechnik. Zudem erfuhren die Teilnehmer, welche bekannten Redewendungen ihren Ursprung im Müllerhandwerk haben, darunter „Das Licht unter den Scheffel stellen“, „die Nase gestrichen voll haben“ oder „sich einen Zahn ausbeißen“. Das Mühlenmuseum „Alte Dorfmühle“ vermittelt mit seiner original erhaltenen Technik eindrucksvoll die Geschichte des traditionellen Müllerhandwerks und des einstigen „Mühlendorfs“ Großkarlbach.
Anschließend führte die Strecke vorbei an weiteren historischen Mühlen des Ortes – der Rheinmühle, der Schlossmühle und der Papiermühle – über den idyllischen Eckbach-Mühlenweg nach Bissersheim. Dort wurde die Gruppe von Ortsbürgermeisterin Kerstin Ott-Bausbacher und einem kleinen Team am Dorfgemeinschaftshaus „Eulennest“ herzlich mit einem Glas Wein, Sekt oder Wasser empfangen. Die Teilnehmer hatten Gelegenheit, das liebevoll restaurierte historische Fachwerkhaus aus dem Jahr 1744 zu besichtigen, das heute als Rathaus und Veranstaltungsort für die Dorfgemeinschaft genutzt wird.
Gut erfrischt setzte die Gruppe ihre Tour entlang des Eckbach-Mühlenwegs fort. Vorbei an der Haldemühle und der Bruchmühle führte die Strecke weiter nach Kirchheim. Am Roten Platz wurden die Teilnehmer von Ortsbürgermeister Thomas Dhonau sowie Herrn Benzinger vom Weingut Benzinger begrüßt. Im Dorfgemeinschaftshaus erwartete die Radler eine kleine Weinprobe mit drei Weinen, dazu Pfälzer Spezialitäten im Glas und frische Brezeln. Während Ortsbürgermeister Dhonau aktuelle Entwicklungen aus Kirchheim vorstellte, gab Herr Benzinger interessante Einblicke in den Weinbau und präsentierte seine Weine.
Nach der kleinen Stärkung ging es anschließend weiter zur historischen Langmühle in Kleinkarlbach, dem heutigen Standort der Mühle Eisenbeiss. Dort begrüßte Juniorchef Markus Keßler die Teilnehmer und erläuterte die Geschichte sowie die heutige Nutzung der Mühle. Früher wurde hier vor allem Getreide zu Mehl verarbeitet, später kamen Futtermittel hinzu. Heute ist die Mühle ein moderner Landhandel mit Produkten für Landwirtschaft, Wein- und Obstbau sowie Gartenbedarf. Darüber hinaus werden unter anderem Mehl, Tierfutter und regionale Hofladenprodukte angeboten.
Nach der Weiterfahrt durch Kleinkarlbach stand schließlich der anspruchsvollste Streckenabschnitt bevor – der Anstieg auf den Battenberg. Oben angekommen wurden die Radler von Ortsbürgermeister Eric Bach sowie der Familie Schraut vom Wein- und Hofgut Battenberg empfangen. Schnell wurde deutlich, warum Battenberg auch als „Balkon der Pfalz“ bezeichnet wird: Der beeindruckende Ausblick über die Deutsche Weinstraße und weit darüber hinaus begeisterte die Teilnehmer. Nach der Begrüßung berichtete Herr Schraut senior bei einem Glas Sekt anschaulich über die Geschichte der Gemeinde und der Burg Battenberg. Anschließend konnten die Teilnehmer bei Quiche, Bratwurst-Dampfnudeln, Kaffee und Kuchen sowie kühlen Getränken eine gesellige Pause genießen.
Danach hieß es wieder aufsatteln. Die Strecke führte durch den Wald ins Eckbachtal und über die Talstraße zurück nach Kleinkarlbach. Von dort ging es durch die Weinberge mit herrlichen Ausblicken auf Kleinkarlbach, Kirchheim und Bissersheim zurück nach Großkarlbach.
Den geselligen Ausklang der Tour bildete ein gemeinsamer Abschluss im Hotel-Restaurant Winzergarten in Großkarlbach.
Begleitet wurde die Radtour auch in diesem Jahr von 4 Teilnehmern des Radfahrvereins Einigkeit Rodenbach. Sie unterstützten gekonnt und trugen somit auch zur Sicherung der Tour bei. Herzlichen Dank dafür.
Die Verbandsgemeinde Leiningerland bedankt sich außerdem bei allen Mitwirkenden, Unterstützern und Teilnehmern für eine rundum gelungene Radtour und freut sich bereits auf eine Fortsetzung im Jahr 2027.