Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten, hoher Energieverbräuche während der Badesaison sowie der Umsetzung klimapolitischer Zielsetzungen wird ein ganzheitliches, wirtschaftliches und ökologisch optimiertes Energiekonzept für das Freibad verwirklicht.
Geplant sind die Installation einer Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung, die auf einer carportähnlichen Stützkonstruktion errichtet wird, sowie der Einbau eines Batteriespeichers zur Optimierung des Eigenverbrauchs und zur Reduzierung von Lastspitzen. Unter der aufgeständerten Konstruktion entstehen künftig zusätzliche schattige Liegeplätze für die Badegäste. Darüber hinaus ist der Einsatz einer Wärmepumpe zur regenerativen Beckenwassererwärmung vorgesehen. Ergänzt wird das Energiekonzept durch die Implementierung eines intelligenten Energiemanagementsystems zur Steuerung und Optimierung der Energieflüsse.

Mit Kletterwand und Bühne für Veranstaltungen
Die neuen Bauten werden neben der Energieerzeugung auch die Attraktivität des Freibads in Hettenleidelheim für die Besucher steigern. Fotos: VGL/Planungsbüro
Auch die Besucher profitieren von den Maßnahmen: Zudem entstehen neue Liegebereiche am Hauptbecken. Die barrierefreie Nutzung des Freibades wird durch den Bau einer rollstuhlgerechten WC-Anlage deutlich verbessert. Zur weiteren Steigerung der Attraktivität des Freibades werden eine feste Veranstaltungsbühne, eine Kletterzone sowie ein Tischtennisbereich eingerichtet. Darüber hinaus wird die gesamte Schwimmbadinfrastruktur durch zusätzliche Lagerflächen, eine Sanitäranlage für die Mitarbeitenden, die Neuordnung der Rettungswegezufahrt sowie die Umgestaltung befestigter Flächen nachhaltig verbessert.
Die Bauleistungen für die einzelnen Gewerke sind teilweise bereits vergeben; mit den Rohbau- und vorbereitenden Arbeiten wurde begonnen. Erfreulich für das Gesamtprojekt ist, dass die Ergebnisse der bisherigen Ausschreibungen teilweise deutlich unter den ursprünglich veranschlagten Kostenschätzungen liegen. Die Maßnahme wird mit Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation, kurz KIPKI, gefördert.
