Die Kläranlage Eistal-West in Mertesheim ist seit 1989 in Betrieb. Sie reinigt die Abwässer aus Mertesheim, aus Ebertsheim mit Rodenbach, aus Quirnheim mit Boßweiler und aus Lautersheim. Eine Studie aus dem Jahr 2018 hat klar gezeigt: Die Ertüchtigung der Anlage am bestehenden Standort ist die wirtschaftlichste Lösung für das gesamte Einzugsgebiet. Seitdem wurde die Planung und mittlerweile die Realisierung dieses für uns so wichtigen Zukunftsprojektes konsequent verfolgt. Gemeinsam mit dem Ingenieurbüro eepi aus Saarbrücken treiben die Kommunalen Betreibe die Sanierung voran.
Was bedeutet die Sanierung konkret?
Wir bauen ein neues, zweistraßiges BioCos-Becken. Ein modernes, patentiertes Verfahren, das Ausfälle der Anlage vermeidet. Es kombiniert Belebtschlamm- und SBR-Technologie, die Spitzen in der Abwasserbehandlung vermeiden hilft. So sorgt die neue Technik künftig für eine besonders effiziente Reinigung. Bislang wurden in diesem Bereich der neuen Anlage 90 Tonnen Stahl und 280 Kubikmeter Beton für das Becken verbaut, das 5000 Kubikmeter Abwasser aufnehmen kann. Zudem sanieren die Werke das Zulaufpumpwerk, die Feinrechenanlage sowie den Sand- und Fettfang. Das bestehende Nachklärbecken wird zu einem Trübwasserspeicher umgebaut. Außerdem wird eine neue Fällmitteldosierstation sowie ein überdachter Schlammlagerplatz errrichtet. Das Prozessleitsystem wird vollständig erneuert. Das Betriebsgebäude wird energetisch saniert. Zusätzlich installiert wird eine Photovoltaikanlage.
All diese Maßnahmen haben ein klares Ziel:
Die zuverlässige Abwasserreinigung im Eistal-West. Heute. Und in Zukunft. Mit der Sanierung stellen die Verbandsgemeinde-Werke sicher, dass die Anforderungen der Wasserwirtschaft eingehalten werden. Dies zum Schutz der Gewässergüte des Eisbachs, eines Gewässers dritter Ordnung. Investiert wird auf diese Weise nicht nur in Technik, sondern in Umwelt- und Gewässerschutz, in Nachhaltigkeit und in die Lebensqualität des Leiningerlandes.
