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Web-Seminar "Eigenstromerzeugung im Landkreis Bad Dürkheim" 


In einem Online-Seminar informierte die Energieagentur Rheinland-Pfalz am 20. August 2020 darüber, was bei der Planung einer eigenen Photovoltaikanlage zu beachten ist. Neben dem Experten für Erneuerbare Energien der Energieagentur, Christian Synwoldt, gab Sascha Palzer von den Stadtwerken Bad Dürkheim einen kompakten Überblick darüber, wie private Photovoltaikanlagen an das örtliche Stromnetz angeschlossen werden, und Friedrich Eschmann von der Sparkasse Rhein-Haardt erläuterte Finanzierungsmöglichkeiten von Solaranlagen in dem insgesamt gut einstündigen Web-Seminar.

Welche Rolle bei der Planung einer Solaranlage Beschaffung und Neigung des Daches spielen, wie viel Dachfläche notwendig ist und mit wie viel Stromertrag pro Kilowattpeak Photovoltaikleistung man im Kreis Bad Dürkheim rechnen kann, waren einige Punkte, auf die der Energieagentur-Experte einging. "Macht die Dächer voll" empfahl Synwoldt bei der Erläuterung der Kostenfrage, denn die Mehrkosten für größere Anlagen bis zu 10 Kilowatt seien verhältnismäßig gering, wenn sowieso die Errichtung einer Anlage geplant ist. Auch die Möglichkeiten, den eigenen Strom zu speichern, um möglichst autark zu werden, erläuterte er. Das aktuelle Solarspeicher-Förderprogramm des Landes Rheinland-Pfalz unterstützt die Anschaffung, wenn er zusammen mit einer neuen Photovoltaikanlage installiert wird, mit 100 Euro pro Kilowattpeak PV-Leistung (bis höchstens 10 kWp).

Seminarteilnehmer erkundigten sich im Chat zusätzlich zu dem, was Synwoldt ausführte, nach den Möglichkeiten und Bedingungen bei größeren Photovoltaikanlagen, die 10 Kilowattpeak deutlich überschreiten und bei denen die Stromerträge zu versteuern sind.

Anschluss von Photovoltaikanlagen an das Stromnetz

"Die Anmeldung von Photovoltaikanlagen ist eine einfache Sache", sagte Sascha Palzer von den Stadtwerken Bad Dürkheim. Alle Netzbetreiber im Landkreis gehen ähnlich vor wie die Werke in der Stadt, jeder, der eine Solaranlage an das Stromnetz anschließen möchte, um einzuspeisen, muss sich an seinen örtlichen Netzbetreiber wenden. Telefonisch oder per E-Mail könnten die wenigen Formblätter, die auszufüllen seien, angefordert werden, erklärte Palzer. Es entstünden keine Kosten dafür, antwortete er auf eine Frage aus dem Web-Seminar-Chat.

Finanzierung über KfW-Förderprogramm möglich

Die Sparkasse Rhein-Haardt unterstützt bei Finanzierungen von Photovoltaikanlagen, bei der auch ein Förderprogramm der KfW greift. Friedrich Eschmann, der das Sparkassen-Immobilienzentrum Bad Dürkheim leitet, führte die Bedingungen aus.

"Die beste Energie ist jedoch die, die wir gar nicht verbrauchen", wiesen die Referenten der Energieagentur Rheinland-Pfalz abschließend noch auf die "Einsparvariante" hin, die gerade im Landkreis Bad Dürkheim besonders gefragt ist: "Steigen Sie auf's Fahrrad und ersetzen Sie Autofahrten.!"