Seniorenbeirat Leiningerland bezieht Stellung

Reinhard Fischer kritisiert Entlastungspaket 

"Rentner bekommen keine Entlastlastung"

Mit der Fragestellung: „Sollen Rentnerinnen und Rentner frieren und sich nicht ausreichend versorgen können, wenn sie die in der gegenwärtigen Krise gestiegenen Heizkosten und andere Energie- und Lebenshaltungskosten nicht bezahlen können?“, habe sich bereits der der Vorsitzende der Landesseniorenvertretung Rheinland-Pfalz, Dr. Günter Gerhardt, empört geäußert, informiert der Seniorenbeirat Leiningerland. Mit ihrem Entlastungspaket für die gestiegenen Energiekosten habe die Bundesregierung beschlossen, dass Berufstätige eine Einmalzahlung von 300 Euro erhalten - unabhängig vom Einkommen. Rentnerinnen und Rentner werden nicht entlastet, schließt sich der Seniorenbeirat der Kritik an. Dies sei sozial unausgewogen und sogar diskriminierend für die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner und generell für alle Menschen in Deutschland, die im Alter nicht mehr berufstätig sind, teilt der Seniorenbeirat die Beurteilung der Landesseniorenvertretung RLP zu den Maßnahmen der Bundesregierung mit. Viele weitere Organisationen in der Bundesrepublik, die sich für die Belange der älteren Menschen einsetzen, sehen die Einmalzahlung von 300 Euro nur an Berufstätige unabhängig vom Einkommen ebenfalls sehr kritisch, sind Reinhard Fischer und der Landesseniorenbeirat überzeugt.

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Reinhard Fischer

Reinhard Firscher ist Vorsitzender des Seniorenbeirats Leiningerland e.V. und stellvertretender Vorsitzender des Landesseniorenbeirats. 

Gerade unter den Rentnerinnen und Rentnern gebe es viele Menschen mit niedrigem Einkommen, die durch die Folgen der krisenbedingten Preissteigerungen – besonders durch die höheren Heiz- und Stromkosten - hart getroffen werden. Beim Entlastungspaket für die gestiegenen Energiekosten nur für Berufstätige sei nicht berücksichtigt, dass vielen Rentnerinnen und Rentnern gerade bei Ausübung ihrer Ehrenämter eine gebührende Entlastung gewährt werden sollte.

In der Landesseniorenvertretung RLP sind mehr als hundert Seniorenvertretungen aus ganz Rheinland-Pfalz organisiert. In Rheinland-Pfalz leben laut statistischem Landesamt (Stand 2020) 912.361 Rentner und Rentnerinnen ab dem 65. Lebensjahr und älter sowie 305.919 Rentner und Rentnerinnen im Alter zwischen 60 und 64 Jahren, die keine Entlastung erhalten, beklagen die Seniorenvertreter. In deren Namen und gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen in der Bundesrepublik fordert die Landesseniorenvertretung Rheinland-Pfalz deshalb die Bundesregierung auf, das beschlossene Entlastungspaket für die gestiegenen Energiekosten entsprechend den Belangen der älteren Generation anzupassen beziehungsweise zu ergänzen.