Eckbach-Renaturierung in Dirmstein 

Ministerin Eder übergibt Förderbescheid

VG hat bereits Erfolg mit Renaturierungen 

„Der Klimawandel ist deutlich bei uns angekommen. Wir alle spüren das! Die Hochwasserkatastrophen in der Eifel und an der Ahr wie auch lange Phasen der Trockenheit machen dies mehr als deutlich. Die Themen Hochwasser, Niedrigwasser, Trockenheit und Hitze sind alle auch für unsere Fließgewässer von elementarer Bedeutung. Wir müssen unsere Wasserwirtschaft an den Klimawandel anpassen und die Gewässerbewirtschaftung auf diese Herausforderungen abstellen. Klar ist, naturnahe Gewässer sind besser auf diese Herausforderungen vorbereitet als Gewässer in einem schlechten, naturfernen Zustand. Deshalb ist auch die Renaturierungsmaßnahme am Eckbach ein wichtiger Mosaikbaustein unserer Klimaanpassungsstrategie“, sagte Klimaschutzministerin Katrin Eder während der Übergabe des Förderbescheids in Dirmstein. Sie übergab im Beisein von Vertretern ihres Ministeriums, der Struktur- und Genehmigungsbehörde (SGD), des Landkreises Bad Dürkheim, der Verbandsgemeinde Leiningerland und der Gemeinde Dirmstein die Fördermittel an Bürgermeister Frank Rüttger. In seiner kurzen Begrüßung hob Rüttger die Bedeutung der Förderung hervor, ohne die sich das gesamte Projekt nicht finanzieren lassen würde. Beigeordneter Karl Meister, in dessen Geschäftsbereich die Umsetzung der Renaturierung fällt, ging in seinen Ausführungen auf die Erfolge der bereits durchgeführten Renaturierungsmaßnahmen am Eisbach bei Ebertsheim und Obrigheim sowie am Eckbach in Altleiningen ein. Sogar der Biber fühle sich nach der Renaturierung in Obrigheim wieder heimisch, so Meister. 

Begrüßung in Dirmstein

Bürgermeister Frank Rüttger begrüßte Ministerin Katrin Eder in Dirmstein. 

Die Planung 1

Auf diesen Plänen von Andreas Valentin sind die Umgestaltungen zu sehen. Foto

Die Planung 2

Auf diesen Plänen von Andreas Valentin sind die Umgestaltungen zu sehen.

Der Eckbach zwischen der Ortslage Laumersheim und dem Kellergarten in Dirmstein liegt zum Großteil in Hochlage und ist durch Dämme eingezwängt. Im Rahmen des naturnahen Ausbaus werden die Dammbauwerke aufgelöst und der Bachlauf am noch bestehenden Sohlabsturz im Bereich der ehemaligen Spormühle vorbeigeführt, so dass dessen Durchgängigkeit wiederhergestellt wird. Zusätzlich werden entlang des Gewässers rund 4.000 Quadratmeter Fläche erworben, wodurch dem Gewässer zukünftig wieder deutlich mehr Raum zur Verfügung steht. Im Bereich des Kellergartens ist eine Spielfläche geplant, auf der die Kinder das Element Wasser unmittelbar erleben können. Beginnen werden die Arbeiten voraussichtlich im kommenden Jahr. Planer Andreas Valentin, der sich intensiv um die Renaturierungsmaßnahmen an Eis- und Eckbach kümmert, informierte die Ministerin ausführlich über die vorgesehenen Maßnahmen und Veränderungen am Eckbach. 

989.500 Euro wechseln den 
Besitzer 

Ministerin Katrin Eder übergibt den Förderbescheid. 

Überaus interessierte 
Ministerin 

Andreas Valentin erläutert der Ministerin die Details der Planung. 

Ein kleines Geschenk zum Andenken 

Als Andenken an diesen Tag übergibt  Bürgermeister Frank Rüttger kleine Präsente an Ministerin Katrin Eder, die übrigens gerne Weine aus der Pfalz mag, wie sie selbst kundtat. 

Eder lobte ausdrücklich die bisherigen Aktivitäten der Verbandsgemeinde Leiningerland im Bereich der Renaturierung. So wurden mit finanzieller Unterstützung des Landes unter anderem der Eckbach in Altleiningen und der Eisbach in  Ebertsheim naturnah umgestaltet. „Dank des großen Engagements aller Beteiligten wurden zahlreiche Projekte umgesetzt, die dazu beitragen, die anspruchsvollen Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu erfüllen. Dies kommt der Ökologie wie auch den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zu Gute.“  Die Ministerin verwies auch auf die große Bedeutung des 2013 eingeführten Wassercents. „Mit dem Wasserentnahmeentgelt haben wir die finanzielle Grundlage geschaffen, um diese wie auch andere wichtige wasserwirtschaftliche Maßnahmen finanziell im Rahmen unserer Aktion Blau Plus unterstützen zu können.“